Giersch Kartoffelcremesuppe

Giersch Kartoffelcremesuppe

Giersch Kartoffelcremesuppe: cremig, würzig und perfekt für die Wildkräuterzeit

Giersch ist so ein Kraut, das viele im Garten eher loswerden wollen, dabei kann man daraus richtig feine Sachen machen. Haben selbst jahrelang dagegen gekämpft aber warum nicht nutzen, wenn es so genial schmeckt.

Gerade im Frühling und Frühsommer, wenn die jungen Blätter frisch und zart sind, schmeckt Giersch wunderbar in Suppen, Kräuterquark, Pesto oder einfach klein geschnitten über Kartoffeln.

Diese Giersch Kartoffelcremesuppe ist ein einfaches Wohlfühlgericht aus wenigen Zutaten. Kartoffeln machen sie schön cremig, die Zwiebel bringt Würze, der Giersch gibt der Suppe diesen frischen, leicht wilden Geschmack und ein Schuss Sahne rundet alles ab. Genau so mag ich solche Rezepte. Nicht viel Schnickschnack, aber am Ende steht etwas Warmes auf dem Tisch, das satt macht und trotzdem nach Frühling schmeckt.

Wenn du Giersch im Garten hast, musst du ihn also nicht nur als lästiges Unkraut sehen. Manchmal liegt das Gute wirklich direkt vor der Haustür. Man muss nur wissen, was man damit anfangen kann.

Was ist Giersch eigentlich?

Giersch ist ein Wildkraut, das in vielen Gärten, an Hecken, Waldrändern und schattigen Ecken wächst. Viele kennen ihn, weil er sich hartnäckig ausbreitet und kaum zu bremsen ist. Aber genau diese Kraft macht ihn auch interessant für die Küche.

Die jungen Blätter schmecken frisch, leicht würzig und erinnern ein bisschen an Petersilie, Sellerie und Spinat. In einer Kartoffelsuppe passt das wunderbar, weil die Kartoffeln den Geschmack weich aufnehmen und der Giersch nicht zu dominant wird.

Wichtig ist nur, dass du Giersch wirklich sicher erkennst. Gerade bei Wildkräutern gilt immer: Nur sammeln, was du eindeutig bestimmen kannst. Wenn du unsicher bist, lass ihn lieber stehen oder nimm ein gutes Wildkräuterbuch zur Hand. Die Dosis macht das Gift, und jede Pflanze kann je nach Menge, Zustand oder Anwendung auch anders wirken, als man denkt. Bei Wildkräutern ist ein achtsamer Umgang einfach Pflicht.

Giersch Rezept Suppe

Woran erkennst du Giersch?

Giersch hat oft dreigeteilte Blätter. Ein alter Merksatz lautet: Drei, drei, drei, bist beim Giersch dabei. Damit ist gemeint, dass der Stängel dreikantig ist und die Blätter in typischen Dreiergruppen wachsen.

Trotzdem solltest du dich nicht nur auf einen Merksatz verlassen. Schau dir die Pflanze genau an. Giersch wächst oft flächig und bildet richtige Teppiche. Die jungen Blätter sind hellgrün und zart. Später werden sie fester und kräftiger im Geschmack.

Wenn du Giersch für die Suppe nimmst, sammle am besten die jungen, frischen Blätter. Die schmecken milder und lassen sich leichter verarbeiten.

Wann sammelt man Giersch am besten?

Am besten sammelst du Giersch im Frühling und Frühsommer, solange die Blätter noch jung und weich sind. Besonders fein ist er, wenn er gerade frisch austreibt.

Du kannst ihn aber auch später noch verwenden, wenn du junge Triebe nachschneiden kannst. Sobald die Pflanze sehr groß und kräftig wird, schmeckt sie oft herber. Für eine Suppe geht das zwar noch, aber die zarten Blätter sind einfach angenehmer.

Sammle Giersch nicht direkt an Straßen, Hundewiesen oder gespritzten Flächen. Ideal ist der eigene Garten oder ein Platz, bei dem du weißt, dass dort nichts Belastendes dran ist.

Kartoffelcreme Suppe mit Giersch

Warum passt Giersch so gut zu Kartoffeln?

Kartoffeln sind für Wildkräuter fast immer eine gute Grundlage. Sie nehmen den Geschmack auf, machen die Suppe sämig und sorgen dafür, dass das Kraut nicht zu streng wirkt.

Giersch bringt Frische in die Suppe, aber die Kartoffeln geben ihr Boden. Das ist genau diese Mischung, die ich an solchen Rezepten liebe. Es schmeckt nach Garten, nach etwas Warmem, nach einfacher Küche, die trotzdem besonders ist.

Mit einer Zwiebel, Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer und einem Schuss Sahne brauchst du gar nicht viel mehr. Wer mag, kann noch etwas Muskat dazugeben, aber notwendig ist es nicht.

Muss man Giersch vor dem Kochen waschen?

Ja, Giersch solltest du gründlich waschen. Gerade wenn du ihn aus dem Garten holst, sitzen oft kleine Erdkrümel, Insekten oder Staub daran.

Am besten legst du die Blätter kurz in eine Schüssel mit kaltem Wasser, bewegst sie vorsichtig mit den Händen und nimmst sie dann heraus. Danach kannst du sie in einem Sieb abtropfen lassen oder mit einem Küchentuch trocken tupfen.

Die dicken Stiele kannst du entfernen, besonders wenn sie schon fester sind. Junge, feine Stiele dürfen ruhig mit in die Suppe.

Giersch Kartoffelcremesuppe

Giersch Kartoffelcremesuppe

Diese Giersch Kartoffelcremesuppe ist cremig, würzig und perfekt, wenn du frischen Giersch aus dem Garten verwenden möchtest. Ein einfaches Wildkräuterrezept mit Kartoffeln, Gemüsebrühe und einem Schuss Sahne.
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Gericht Suppe
Küche Deutsch
Portionen 4 Portionen

Kochutensilien

  • 1 Topf
  • 1 Schneidebrett
  • 1 Messer
  • 1 Pürierstab

Zutaten
  

  • 500 g Kartoffeln
  • 3 Handvoll frischen Giersch
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Schuss Sahne
  • Optional kannst du noch etwas Muskat geröstete Brotwürfel oder ein paar frische Gierschblätter zum Garnieren verwenden.

Anleitungen
 

  • Zubereitung
  • Schäle zuerst die Kartoffeln und schneide sie in kleine Würfel. Je kleiner du sie schneidest, desto schneller werden sie weich.
  • Dann schälst du die Zwiebel und würfelst sie fein. Erhitze das Öl in einem Topf und dünste die Zwiebel darin glasig an. Sie soll nicht dunkel werden, nur weich und aromatisch.
  • Gib nun die Kartoffelwürfel dazu und rühre alles kurz durch. Danach gießt du die Gemüsebrühe an. Lass die Suppe etwa 15 bis 20 Minuten köcheln, bis die Kartoffeln weich sind.
  • In der Zwischenzeit wäschst du den Giersch gründlich und zupfst grobe Stiele ab. Wenn die Kartoffeln weich sind, gibst du den Giersch in den Topf. Lass ihn nur wenige Minuten mitköcheln, damit die frische Farbe und der Geschmack erhalten bleiben.
  • Jetzt pürierst du die Suppe mit dem Stabmixer, bis sie schön cremig ist. Zum Schluss kommt ein Schuss Sahne dazu. Schmecke alles mit Salz und Pfeffer ab.
  • Wenn die Suppe zu dick ist, gib einfach noch etwas Gemüsebrühe oder Wasser dazu. Wenn du sie besonders cremig magst, kannst du etwas mehr Sahne verwenden.

Notizen

Wichtig:
Junge Blätter können mit Stil verwendet werden, größere Blätter Stile abmachen, da sie beim Pürieren manchmal sich verheddern
Keyword Wildkräuter

Wie schmeckt Giersch Kartoffelcremesuppe?

Die Suppe schmeckt mild, cremig und leicht würzig. Der Giersch bringt eine frische Kräuternote hinein, ohne dass es zu streng wird. Durch die Kartoffeln wird alles schön weich und rund.

Wenn du Kräutersuppen magst, aber keine Lust auf etwas Bitteres oder zu Wildes hast, ist diese Suppe ein guter Einstieg. Sie ist einfach, schnell gemacht und auch für Menschen geeignet, die Wildkräuter erst einmal vorsichtig ausprobieren möchten.

Kann man die Suppe vorbereiten?

Ja, diese Suppe lässt sich gut vorbereiten. Du kannst sie am Vortag kochen und am nächsten Tag vorsichtig erwärmen. Dabei solltest du sie nicht zu stark kochen lassen, besonders wenn die Sahne schon drin ist.

Falls sie beim Stehen etwas eindickt, gib einfach einen Schluck Wasser oder Gemüsebrühe dazu und rühre sie glatt.

Im Kühlschrank hält sie sich etwa 2 Tage.

Zum Einfrieren eignet sie sich grundsätzlich auch, allerdings kann sich die Konsistenz durch die Sahne leicht verändern. Wenn du sie einfrieren möchtest, gib die Sahne am besten erst nach dem Auftauen dazu.

Was passt zur Giersch Kartoffelcremesuppe?

Sehr gut passt frisches Brot dazu, wir nehmen gern immer dieses Schnelles Toastbrot dazu. Auch geröstete Brotwürfel schmecken herrlich auf der Suppe. Wenn du es etwas kräftiger magst, kannst du ein paar angebratene Zwiebelringe darübergeben.

Für eine einfache Mahlzeit reicht oft schon eine Schüssel Suppe mit Brot. Gerade an Tagen, an denen man nicht groß kochen will, ist das genau richtig. Warm, sättigend und trotzdem frisch.

Du kannst auch ein paar junge Gierschblätter fein schneiden und kurz vor dem Servieren darüberstreuen. Das sieht schön aus und gibt noch einmal etwas frisches Aroma.

Kann man die Suppe auch ohne Sahne machen?

Ja, das geht gut. Wenn du keine Sahne verwenden möchtest, kannst du sie einfach weglassen. Die Kartoffeln machen die Suppe schon von allein cremig.

Alternativ kannst du etwas Milch, Hafercuisine oder einen kleinen Löffel Frischkäse nehmen. Auch ein Schuss gutes Olivenöl am Ende kann die Suppe abrunden.

Mein Tipp für mehr Geschmack

Brate die Zwiebel wirklich in Ruhe an, bis sie glasig ist. Das gibt der Suppe eine schöne Basis. Du kannst auch einen Teil der Kartoffeln etwas länger mit anschwitzen, bevor du die Brühe dazugibst. Dadurch bekommt die Suppe mehr Röstaromen.

Der Giersch sollte aber nicht zu lange kochen. Sonst verliert er schnell seine schöne Farbe und wird geschmacklich fad.

Kurz mitziehen lassen reicht vollkommen. Und dann mit einem gescheiten Pürierstab zerkleinern. Das ist schon die halbe Miete, wenn der Stab alles schön zerkleinert. Du hast schon länger überlegt ein stärkeres Model dir zuzulegen, dann kann ich dir *diesen hier mit guten Gewissen empfehlen.

Hast du das Rezept ausprobiert?

Hast du das Rezept einmal ausprobiert? Wie findest du es?
Ich freue mich immer über Lob, freundliche Kritik und deine eigenen Erfahrungen.

Schreib mir gern in die Kommentare und erzähl mir, wie es dir gelungen ist oder ob du es vielleicht ein bisschen anders machst.

*Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich. Ich empfehle nur Dinge, die gut zu diesem Rezept und in die Küche wie früher passen